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Achtung! Weihnachten naht!
20. Dezember 2017
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Geht es Dir auch so, dass Du im Übergang vom einen zum anderem Jahr das Gefühl hast, im neuen Jahr etwas anders machen zu wollen? Da sagte ich mir, „im alten Jahr machte ich das so und so, doch dieses Mal, nächstes Jahr, werde ich das anders machen.“

Nenne es, wie Du willst: Ob Neujahrswünsche, Vorhaben, Ziele, Stepstones oder Deinen eigenen Changeprozess – irgendwie hat der Wechsel des Jahres für mich etwas mit Aufbruch, Neubeginn und anders machen zu tun.

In den 51 Jahren meines Lebens, gab es auch Jahreswechsel, bei denen ich das Bedürfnis hatte, mich der „Neujahrseuphorie“ zu verweigern, zu sagen, „nein, das ist auch nur ein Tagwechsel wie jeder andere, nur mit einer großen Party, Knallern und Raketen in der Nacht.“ Oder, hörte ich mich auch schon klagen mit deprimierter, etwas alkoholisierter Stimme, wie schlecht das alte Jahr war und dass ich froh bin, dass es nun vorbei ist.

Doch eigentlich ist Jahreswechsel etwas Besonderes für mich. Ich mag die Vorstellung, dass ich noch mal einfach so die Chance bekomme, von vorn anzufangen und manchen Sch… hinter mir zu lassen. Ich mag es, wenn ich ein leeres Blatt vor mir liegen habe und anfangen kann, zu schreiben oder zu malen. Ich bin mehr so ein „von 0 auf 80 Typ“ und kein „80 bis zur perfekten 100 Typ“.

Ich weiß, dass auch in diesem Jahr wieder einiges passieren wird, mit dem ich nicht rechne, das mich erstaunt, bestürzt, überrascht, eventuell sogar schockiert. Es werden vielleicht Dinge geschehen, die all meine Kraft, Ideenreichtum, meine Kreativität oder sogar meinen Mut fordern. Doch ich lasse mir trotz solch dunkler Vorstellungen den Start ins neue Jahr nicht vergraulen. Will meinem Optimismus und Tatendrang treu bleiben und ich möchte, dass die damit verbundenen vor allem möglichst guten Gefühle mehr Raum einnehmen.

Auch in diesem Jahr wird sich Vieles drehen um das teilweise deprimierende Weltgeschehen, das ich kaum beeinflussen kann. Bei zwischenmenschlichen Beziehungen, an denen ich immerhin zur Hälfte beteiligt bin, um Freude erfahren und Leid vermeiden zu können. Es geht um maximalen Nutzen für meine Klienten und Seminarteilnehmenden. Es geht ums Geld – bzw. das, was ich damit bezahlen muss oder möchte. Es geht um Erhalt oder Verbessern meiner Gesundheit. Um weniger dies, mehr das. Diese ganzen Vorhaben kenne ich schon alle – aus den vergangen Jahren.

Ich habe nicht den Anspruch, 24 Stunden am Tag glücklich zu sein; ich habe nicht vor, meinen Jahresumsatz zu verdoppeln; muss keine x tausend Euro für eine Weltreise sparen, keine weiteren Kinder zeugen. Auch will ich nicht 15 Kilo abnehmen, keinen Marathon laufen, will weiterhin ab und zu eine Zigarette rauchen, manchmal Fettes oder Süßes essen und ein gutes Glas Rotwein trinken. Für all das brauche ich keinen Plan.

Doch eines habe ich mir für dieses Jahr vorgenommen:

„Ich mach’s mir nett!“

Dieses Jahr möchte ich weniger für andere ‚richtig sein müssen‘, also weniger genügen. Diesem inneren etwas nervigen Muster bin ich schon lange auf der Fährte – klar hat das etwas mit meiner Kindheit zu tun. Und ich kann Dir sagen, es ist nicht das erste Mal, dass ich mich damit beschäftige.

Es kann sein, dass ich ab diesem Jahr für manche Menschen vielleicht nicht mehr so „nett“ sein werde, weil ich nun etwas „netter“ bin zu mir. Vielleicht war ich für viele Menschen gar nicht so nett, wie ich annahm; dann wird sich für diese Personen kaum etwas oder nichts ändern. Doch vielleicht werde ich nun meine Körpersignale doch etwas besser spüren, die mich darauf hinweisen, für andere „richtig sein zu wollen“. Und kann dann hoffentlich frühzeitig sagen, was ich will, bevor ich anfange, mich zu verbiegen, wodurch das Problem nur größer würde.

Also meine Lieben, ihr Leser, Familienmitglieder, Freunde, Bekannte. Falls ich dieses Jahr (hin und wieder) als etwas seltsam rüberkomme, wäre es darauf zurückzuführen, dass ich mich noch etwas ausprobiere, im nicht mehr für andere richtig sein müssen. Möglicherweise werde ich Euch in dem einen oder anderen Blog von meinen Erfahrungen berichten.

Und was sind Deine Neujahrswünsche?

Worauf muss ich mich bei Dir einrichten?

Viele Grüße und … GLÜCK AUF!

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