Das biodynamische Demeter-Gehirn für Weisheit

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Das biodynamische Demeter-Gehirn für Weisheit

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Das gute alte Wort weise scheint aus der Mode gekommen. Das ist schade, denn der Begriff steht für etwas, das viele Menschen sich wünschen: Sich Zeit nehmen können und durch Entschleunigung zu klugen und richtigen Entscheidungen kommen.

Sie kennen das: Die Zeit rinnt uns wie Sand durch die Finger. Trotz Computern und Smartphones, mit denen wir unser Leben immer effektiver zu verwalten versuchen. Trotz Autos, Flugzeugen und Zügen, die uns im Regelfall in Windeseile von A nach B bringen. Trotz Supermärkten mit vielen Kassen, an denen es immer schneller gehen muss, statt des geruhsam und mit persönlicher Ansprache geführten Tante-Emma-Ladens im Stadtteil. Waren aller Art per Mausklick online bestellen. Bücher nebenbei hören, statt sich Seite für Seite lesend in sie zu vertiefen. Kaffee to go und Fast Food. So ziemlich alles ist heute darauf ausgelegt, dass es ruckzuck geht.

Damit Weisheit erwachsen kann, braucht es Zeit. So wie gute Früchte und gutes Gemüse eine ganze Weile in Ruhe heranreifen müssen. Oder wie ein ehrwürdiger mächtiger Baum, der bekanntlich nicht von heute auf morgen auf der Wiese steht. Wenn ich das Wort weise nachschlage – natürlich bei Google, ich muss mich ja beeilen –, stoße ich auf folgende Definition: weise = auf Klugheit und Erfahrung beruhend. Beruhend! Aha. Also macht man Erfahrungen, diese sickern ins Bewusstsein ein und man lässt sie dort ruhen wie Samenkörner im Mutterboden. So lange, bis daraus köstliche Früchte sprießen, die man guten Gewissens genießen kann.

Aber wie lange brauchen solche Früchte zum Wachsen, und unter welchen Voraussetzungen geschieht das? Welche Beschaffenheit muss ein für Erfahrungen fruchtbarer Boden haben? Gibt es auch Erfahrungsmonokulturen, und kann man aus der Kreuzung mehrerer Erfahrungen womöglich ganz neue Erkenntnisse gewinnen?

Unser Gehirn bietet für Erfahrungen aller Art viel fruchtbaren Boden. Wenn ein Kind nur dann gelobt wird, wenn es seinen Teller leer isst und vielleicht sogar noch die Teller seiner Geschwister, dann erwächst daraus sein späteres Essverhalten. Fürs Aufessen gibt es Liebe und Anerkennung? Dann immer her mit dem Futter! Wie sich so etwas auswirkt, zeigt das Beispiel des Komödianten und Schauspielers Markus Maria Profitlich (Link auf: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-90931327.html), der sich zur Herkunft seiner überschüssigen Pfunde öffentlich geäußert hat.

Gibt es Monokulturen? Oh ja, ein Beispiel: Wer ein Problem mit Flüchtlingen hat, wird sich durch alles, was er zu diesem Thema sieht oder hört, in seiner Meinung bestätigt fühlen. Oder, etwas weniger verfänglich: Wenn ich mein neues Auto in einer bestimmten Farbe bestellt habe, werde ich erstaunt feststellen, wie viele Fahrzeuge dieser Marke in derselben Farbe ich im Straßenverkehr beobachte. Es ist eine sich selbst erfüllende Prophezeiung: Wir behalten gerne Recht, deshalb bestätigt unser Gehirn eine einmal gemachte Erfahrung immer wieder.

Lassen sich Erfahrungen miteinander kreuzen? Auch das ist der Fall. Also, ich kann recht gut zeichnen. Und ich nehme wahr, dass Menschen in meinen Skizzen häufig etwas erkennen, worüber sie sprechen und anhand dessen sie ein neues Denken entwickeln. Das heißt: Meine Zeichnungen vermögen Erfahrungen zu vermitteln. Wenn ich mein Talent zu zeichnen mit meinem Know-how als Berater verbinde, machen Seminarteilnehmer oder einzeln Gecoachte mehrere Erfahrungen parallel, aus denen zu ihrem Vorteil etwas Neues entstehen kann.

Schwierig wird es immer dann, wenn auf bislang für Monokulturen genutzten Ackerflächen auf einmal andere Früchte wachsen sollen. An solchen Stellen wird sich Weisheit schwertun, im übertragenen Sinne gedeihen dort eher Angst, Neid und Unzufriedenheit. Die Natur führt es uns vor Augen: Monokulturen geben keine gesunde und vielseitige Nahrung für Geist und Seele her. Deshalb lohnt es sich sehr, bei Gelegenheit im Kopf eine Schicht neue Muttererde auszubringen. Wenn aus guten Erfahrungen kluge Entscheidungen erwachsen sollen, ist ein biodynamisches Demeter (Link auf: https://www.demeter.de/)Gehirn eine ganz tolle Sache.

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